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Kraftwerk Düsseldorf Part 1 – zur Hans Mayer Galerie Wieder-Eroeffnung Grabbeplatz

1968 gründeten Ralf Hütter und Florian Schneider die Gruppe Organisation, den Vorläufer von Kraftwerk, die nur ein Album Tone Float hervorbrachte. Anfang 1970 installierten sie ihr Kling-Klang-Studio und starteten das Musikprojekt Kraftwerk. Das Album Kraftwerk wurde im Juli und August mit den Studioschlagzeugern Klaus Dinger und Andreas Hohmann aufgenommen und bei dem neu gegründeten Philips-Label veröffentlicht. Das Album stieg bis auf Platz 30 der deutschen LP-Charts. Der Titel Ruckzuck wurde als Titelmusik für die Sendung Kennzeichen D ausgewählt. Ralf Hütter verließ Ende 1970 für einige Monate Kraftwerk, um sein Architekturstudium zu beenden. Am 26. Dezember gab Kraftwerk ein Konzert in der Besetzung Florian Schneider-Esleben, Eberhard Kranemann (Bass, Cello), Charly Weiss (Drums).

Durch den Einstieg von Gitarrist Michael Rother und Klaus Dinger als Ersatz für Karl Weiss bestand Kraftwerk Anfang 1971 für ein paar Monate aus Schneider, Hohmann, Kranemann, Rother und Dinger. Im Studio von Conny Plank wurde eine Session aufgenommen, die aber nie veröffentlicht wird. Als Trio (Schneider, Dinger, Rother) hatte Kraftwerk in der Sendung Beat-Club mit dem Song Rückstoß Gondoliere einen Live-Auftritt im deutschen Fernsehen. Ende 1971 nahmen Ralf Hütter und Florian Schneider Kraftwerk 2 zwischen dem 26. September und dem 1. Oktober in ihrem eigenen Studio auf. Kraftwerk tourte fast ununterbrochen von 1971 bis 1972 in der Besetzung Plato Rivera, Florian Schneider, Ralf Hütter und Emil Schult.

Das zweite Album Kraftwerk 2 erschien im November 1971 bei Philips. Kraftwerk wurde durch das Magazin Sounds zur beliebtesten Band des Jahres gewählt. Florian Schneider belegte den zweiten Platz in der Rubrik Musiker des Jahres, und der Titel Ruckzuck wurde Song des Jahres.

Das dritte Album Ralf und Florian entstand im Juli 1973 und wurde im Oktober auf dem Philips-Label veröffentlicht. Der Verlag Kling-Klang wurde von Ralf Hütter und Florian Schneider gegründet. Wolfgang Flür wurde als Drummer für den Fernsehauftritt in Aspekte im ZDF verpflichtet.

Angeschaltet: Kunst-Kraftwerk Hans Mayer
Auf Hans Mayer ist Verlass. Er gibt dem Affen Zucker. Wenn der letzte legendäre Großmeister der Düsseldorfer Galerien an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrt, darf man sich eine spektakuläre Ausstellung, mehr noch ein Spektakel erhoffen. Nach allerhand baulichen Komplikationen und über drei Jahren Diaspora am Stadtrand konnte die Galerie Hans Mayer als erstes im Neubau an der Ecke zur Kunsthalle eröffnen: 270 qm unten, 140 qm darüber, Deckenhöhe 4,50 Meter, 44 Meter Fensterfront. „Aufregend”, kommentiert Mayer (71), der letzte Stargalerist, der dem Rheinland treu geblieben ist.
In Esslingen eröffnete Hans Frieder Mayer (*1940 in Ulm) mit knapp fünfundzwanzig Jahren seine erste Galerie in einem umgebauten Sarglager mit dem Großmeister der Konkreten Kunst Josef Albers. Das war im April 1965 die Sensation. “Der Verkehr brach zusammen” erinnert sich Hans Mayer lebhaft. 2000 Leute kamen. “Jedesmal wenn ich Eröffnung hatte, mußte ich die Polizei verständigen”. Nicht anders im September 2011. Der Grabbeplatz bebte. Mayer hatte 9 Großmeister der Düsseldorfer Kunstakademie (von Joseph Beuys über Tony Cragg, Andreas Gursky bis Nam June Paik) zur Gruppenausstellung in seine neuen Räume geladen. Tout Düsseldorf war angetreten als gegenüber auf dem Grabbeplatz die Weltpremiere des Films der legendären Düsseldorfer Erz-Elektroniker Kraftwerk vom Stapel lief. Die Überraschung war perfekt. Die Polizei war verständigt, der Verkehr brach zusammen. Die Demo der Vernissagengäste, angetan mit weißen 3-D Brillen, war überwältigend. Der Grabbeplatz erwies sich einmal mehr als Nabel des rheinischen Kunstwunders und Hans Mayer ist sein Impresario und Zeremonienmeister.

Aus vorteilhafter Position konnte unser Fotograf Wolf Buschmann die 3D-Demo auf dem Düssseldorfer Grabbeplatz beobachten. Er hatte sich unter der Leinwand postiert, die vor der Fassade der Kunstsammlung NRW angebracht worden war. Oben lief als Weltvorpremiere der neue Film von “Kraftwerk” unten stand Buschmann. Seine Nachtaufnahmen bieten einen seltenen Einblick in die helleren Momente des Düsseldorfer Nachtlebens.

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