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Newsletter 04/2019 - Schwarzer / Jansen / Dresen / Munch

 

1st Beitrag: Bernd Schwarzer - Christian Lindner FDP Landtag NRW - Europakunsthalle - Freiheitsmaler - Jörg Immendorf - Gerhard Richter - Imi Knoebel

Filmbeitrag zur Vernissage der Ausstellung im Landtag NRW 09/16/2019, Räume der FDP Fraktion
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Pünktlich und treffend erscheint nun zur Finissage der genannten Ausstellung von Bernd Schwarzer in der FDP Fraktion (Montag 28.Okt. 2019 19:00 Uhr) der Filmbeitrag zur vergangenen Vernissage vom 16.Sept. 2019.

Schwarzer stellt in den Räumen einen Teil seiner Europa-Arbeiten aus, die mit starkem Strich das Thema Europa sinnlich und (auch) motivisch aufgreifen. Hierbei steht stilistisch weniger der Strich im Vordergrund - eher der Punkt oder besser der Flecken. Wie bekannt ist, arbeitet Schwarzer im Sinne der abstrakten Pointilisten. In der Technik vergleichbar mit dem verstorbenen Düsseldorfer Maler Hermann-Josef Kuhna, der sich selbst immer wieder gerne als Fleckenmaler bezeichnet hatte. Demgegenüber bezeichnet sich Schwarzer als Freiheits Maler - auch als Europa Maler. Hier fällt auf seiner Seite zwar die inhaltliche Argumentation und Erläuterung etwas dünn aus - dafür trägt er aber in seinem Umgang mit Ölfarbe selbstbewusst dick auf und geht mittels reliefartiger Strukturen in die dritte Dimension.

Dies mag aus seiner engen Bekanntschaft mit Jörg Immendorf herrühren, mit dem er schon in den 80er Jahren intensiven Kontakt pflegte unter Mitwirkung der Düsseldorfer Boulevard Größen Karl-Heinz Theisen und Charles Frankenhauser. Ähnlich wie Immendorf an der deutsch deutschen Thematik arbeitete - und dies durch die Beförderung von A.R. Penck von Ost nach West emphasierte - arbeitet sich Schwarzer an dem Thema Europa ab. Mit dem ersten Blick auf das Oeuvre Schwarzers erschließt es sich für den Betrachter nicht so gleich - es braucht etwas Tiefe und Schwere, um die im Abstrakten verborgen gehaltenen Europa Bezüge zu erkennen. Nun - wie Christian Lindner es sachlicherweise erwähnte - ist Schwarzer durch seine Flucht aus dem Osten in den Westen Deutschlands geprägt. Seine Eltern flohen schon in den 50/60er Jahren in den Westen (über die Mauer) - mit dem kleinen Bernd Schwarzer im Gepäck - und konnten sich in Düsseldorf Benrath eine erfolgreiche Existenz - mit nachhaltiger Wirkung - aufbauen. Dies mag sich als ein prägnantes Muster eingeprägt haben - jedenfalls könnte es das Reliefartige in den Bildern Schwarzers erklären. So wie seine Eltern die (erfolgreiche) Flucht aus dem Osten (Weimar) in den Westen (Rheinland) wagten, wagt Schwarzer die Flucht aus dem rein zweidimensionalen Tafelbild in die durch reliefartige Strukturen manifestierte Drei-Dimensionalität. Er trägt berechtigt dick auf.

Diese Bereitschaft zum Risiko hat er wohl auch bei Jörg Immendorf erfahren, der sich immer wieder mal zum lautstarken und hemdsärmeligen Ideologen emporschwang, dann aber in der sachlich faktischen Auseinandersetzung - insbesondere bzgl. Urheberrechtsansprüchen in Sachen Lidl Akademie (Chris Reinecke)  - sich immer wieder mal auch gerne als Beleidigter (im Rheinischen: beleidigte Leberwurst) zeigte und sich in Ablenkungs- und Wegdrängstrategien verlor - weniger die Rolle des Aufmersamkeitslenkers spielend.
D.h. trotz gekrempelter Hemdsärmel den offenen Diskurs meidend sich konfliktscheu beleidigt fühlen. Immendorf war gebürtig in der sandigen Heide - konkret im Landkreis Lüneburg - demgegenüber stammt Bernd Schwarzer aus Weimar.

Weimar, die Stadt der Dichter und Denker, liegt nur 169 km entfernt von der Stadt Radebeul in der Karl May sein Lebenswerk schuf. Im Karl May Museum Radebeul ist noch die Erstausgabe von  "Der Schatz im Silbersee" zu finden. Dies könnte die Verbindung Schwarzers zu Christian Lindner erklären - beide Seit an Seit heben nun den Schatz im Silbersee. Auf der einen Seite der Sachse / Thüringer, der sächsisch fistelnd und mit charmanter Schelmigkeit den Punkt der Tiefenschärfe zu umgehen versucht - ähnlich wie Tante Droll in dem schon genannten Werk von Karl May. Auf der anderen Seite Christian Lindner, der im Identitäts-Pendelbetrieb zwischen Lehrerssohn und Scheidungskind auf Basis genialer, intensiv vorgetragener Rhetorik-Schleifen sich nutzbringend und zuweilen provokativ in den politischen Berliner Alltag schiebt. Gerade hier liegt die stabilitätszeugende Ergänzung: Lindner umschifft die bestehende Ambivalenz im Werke Schwarzers, d.h. die dünn ausgemalte konfliktscheue Inhaltlichtkeit des Europa Kontextes und das reliefartig Grobe und läßt beides im sympathie getragenen Redefluss glänzen - und das ohne Ressentiments, sondern eher mit freiem liberalen Blick auf die untergeordneten Dinge und in Gedenken an den großen liberalen Vordenker Ralf Dahrendorf.
Zumal der Grundsatz immer noch gelten sollte, dass der bildende Künstler nicht durch analytische Schärfe eines Intellektuellen geprägt sein müsste - nein, es reicht wohl, seinen künstlerischen Bedarf ausschließlich sinnlich erfahrbar zu äußeren. Hier trifft sich das Farbenfrohe und das Reliefartige in den Arbeiten Schwarzers - insbesondere, was sein europapolitisches Engagement angeht.

Schwarzer hatte das Glück zwei Jahre bei Gerhard Höhme (geb. in Greppin ca 48km von Leipzig) studieren zu dürfen und auch Gast bei Joseph Beuys (Rheinländer) war. Die Akademieräume grenzten nachbarschaftlich an die Akademieräume von Gerhard Richter. Ebenfalls ein Mann aus dem Osten, der geschickt und auf leisen Sohlen das Rheinische der rheinischen Sammlerschaft zu nutzen wusste und schon früh - insbesondere Mitte der 60er im Creamcheese - Unscharfes in den Düsseldorfer Alltag setzte. Ebenfalls aus dem Osten kommt Imi Knoebel. Es ist unklar, ob hier Verbindungen bestehen - eher nicht, da sich Knoebel mehr um das amerikanisch Minimale kümmert und weniger das sächsisch Romantische pflegt - aber doch mit einem sächsischen Akzent spricht.

Wie dem auch sei - hier geht es um Bernd Schwarzer. Wird die Vielfalt seines umfassenden Werkes berücksichtigt, einschließlich seiner Vehemenz und Ausdauer im Fühlen und Handeln als Vertreter der Düsseldorfer Avantgarde, ist es durchaus erlaubt ihn als Immendorf Nachfolger zu diskutieren, der durchaus neben Gerhard Richter (be)stehen kann - nicht zuletzt im Katalog des Ludwig Museums. Es geht um das Sprühende im Stilistischen als auch im Motivischen seines Werkes. Auch im Methodischen - im Handwerklichen - und in der Wahl und dem Einsatz seiner Mittel zeigt er avantgardistische - auch international - wirksame Züge.

Ebenfalls die Uniqueness mit der er sich der Öffentlichkeit zeigt und in der er scheinbar denkt und handelt und seine ihm zur Verfügung stehenden Mittel einsetzt.
Bernd Schwarzer ist Bernd Schwarzer.

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2nd Beitrag: Mike Michael Jansen - Interviewgespräch anläßlich des 100. Geburtstags Alfred Schmela

Filmbeitrag zum Interviewgespräch
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Für cultrD.tv spricht Mike Michael Jansen als Vorreiter und Avandgardist in der Medienkunst / Media Art und elektronischen Musik 1969-2019 über die Düsseldorf Kultur, die Documenta 8, Padlt Noidlt, Galerie Schmela, Frigo Lyon, Joseph Beuys und weiteres. Auch über Sydney Alonso, das Medienzentrum Düsseldorf mit Frank Zappa im Creamcheese bei Bim Reinert.

Mike Jansen vertritt den spezifischen Teil der Avantgarde Generation der 60er / 70er Jahre in Düsseldorf, der konsequent den Versuch unternahm, nicht nur jenseits des Mainstreams zu agieren, sondern bewußt aus einem notwendigen und zwingenden Drang heraus in die Wahrhaftigkeit hinein zu operieren versuchte um damit wieder (an)treibend für den Mainstream zu wirken. Angesichts der Tatsache, dass sich die Landeshauptstadt Düsseldorf in den 60er/70er Jahren mehr als eine Mode- und Werber-Stadt verstand, war es geradezu folgerichtig, dass in den Mainstream fernen Bereichen - d.h. örtlich in der Nähe der Kunstakademie Düsseldorf  -  Räume generiert wurden, die den eigens klaren und freien, nicht konventionellen Gedankengang ermöglichten. Hier kam es ohne weiteres zu Rückkopplungen und -Wirkungen. Die Werber schauten auf die Künstler und kopierten von den Avantgardisten freies Gedankengut im Sinne umfassender Inspiration - die Avantgardisten ließen sich gegen Bezahlung von den Werbern, Designern und Modeschöpfern feiern - und zugleich aus- und abschöpfen.

Hier spielte schon immer die Kunstakademie Düsseldorf eine große Rolle, in der auch Mike Jansen schon 1973 aktiv war. Er installierte mit seinem Partner Frank Köllges eine zweite, weitere Fettecke in Raum 4, d.h. neben Raum 3 (dem Beuysraum) im Erdgeschoß, und dokumentierte diese Aktion auf Betamax Video. Beuys selber zeigte sich hiervon wenig angetan. Jansen ließ sich davon nicht beirren und war überzeugt, richtig zu agieren - im Sinne des Beatnick Mottos: Wrong Place, Wrong Time, Wrong Corner.

Weiterhin spricht der Avantgarde Medien Mann u.a. über die Anfänge des vernetzten Denkens und Handelns in den 70/80er Jahren - als Keimzelle und Voraussetzung für die mittlerweile in der IT gewöhnliche Vernetzung und Wissens-Verteilung - u.a. in den sozialen Netzwerken.

Berechtigterweise erwähnt er in diesem Kontext Padeluun (link) und Rena Tangens (link)  aus Bielefeld, die als Begründer des Maus-Netzes experimentelle Vorläufervarianten des Internets lieferten.

In diesen Zusammenhängen wurde auch auf der Dokumenta 8 (vielleicht auch sechs) eine verteilte TV Installation montiert und präsentiert - unter dem Motto 1oo Tage Fernsehen - das Van Gogh TV (link) von Minus Delta T -  an der Mike Jansen in enger Zusammenarbeit mit Mike Hentz, Karel Dudesek und Padeluun u.a. tragenden und inspirierenden Beitrag hatte. U.a. wurde das System über 10 Realtime Telefon Leitungen betrieben - und somit interaktives Fernsehen ermöglicht.
WDR und 3SAT berichteten über die Aktion / Installation des TV Laboratoriums, wobei die mediale positive Resonanz bei den Medienvertretern dazu führte, dass gestandene Reporter und Berichterstatter derart begeistert waren und ad-hoc in die Installation/Aktion miteinstiegen und sich wohl fühlten. An dem Projekt waren Kunst-Vertreter aus 25 verschiedenen Nationen beteiligt.

Mike Jansen hatte diesen Aktions- und Themen-Komplex schon in Düsseldorf mit seinem Aktionspartner Frank Köllges (link) Mitte der 70er Jahre innovativ und inspirativ bearbeitet u.a. auch mit Xaõ Seffcheque (link), der dann später in den mehr konventionellen Affirmativ Raum des WDR Vorabend Programmes flüchtete.

Treffend erwähnt Mike Jansen eine seiner Installationen und Performances auf der Ars Electronica (link), in der er über eine Bestückung seines Körpers mit verschiedenen Sensoren Einfluss auf den ablaufenden musikalischen Prozess nahm. Insofern lässt sich dieses mediale Experimentieren als eine Vorwegnahme des allgegenwärtigen Rechnens und Vernetzt-Seins verstehen - d.h. jeder Mensch ist mit Anderen und auch Maschinen über ein Sensorik-Gerüst verbunden - das mögen heutzutage Smartphones, Uhren und schließlich auch Brillen sein. D.h. Mike Jansen als Vorreiter in Sachen des vernetzten Agierens, der verteilten Ineinflussnahme und des Präsentierens - heutzutage digitales TV und WebTV.

In dem Interview Gespräch bemängelt er die im Allgemeinen insbesondere derzeit festzustellende Tendenz der Kreativen hin zur Einzeltäterschaft und der mentalen Ausrichtung auf den Mainstream - d.h. der unbegründeten Individualisierung im kreativen Handeln - wie schon von dritt-klassigen Akademie Professoren propagiert, die ihren Schülern einreden, der Umstand an einer Akademie gelernt zu haben wäre schon Grund genug, erfolgreich zu sein (link) - und das es immanent wichtig wäre, sich dem Kunstmarkt- und Galerienbetrieb permanent - d.h. ohne Rücksicht auf Verluste - anzupassen und schon während des Studiums Acht darauf zu legen, Kontakte zu Sammlern und Galeristen aufzubauen - und das, bevor Zeit damit verloren ginge, seine künstlerischen Ziele zu definieren und zu fixieren. D.h. die Schüler werden aus der Kunstakademie Düsseldorf entlassen - umhüllt und ausgestattet mit einer mentalen Indoktrinations-Wolke, die die Fähigkeit zur realitätsnahen Wahrnehmung und adäquatem Handeln ausblendet (link).

Nach Meinung von Mike Jansen führte gerade diese mentale Einstellung zur Auflösung der - wie er sagt - notwendigen "Erlebnisspirale" des gemeinsamen Arbeitens, das wie schon in den 70er/80er gezeigt und gelebt in der erlebnis- und ergebnisorientierten Zusammenarbeit besteht. Er stelle fest, dass derzeit dieses Vorgehen immer wieder auf Klamauk reduziert wird - dies halte er für unseriös im medienpolitischen Sinne. Statt dessen stelle er - insbesondere bei jüngeren Vertretern der Kunst - ein Schwimmen in unklaren Gewässern fest. Möglicher Grund hierfür mag in der währenden und aufoktroyierten Affirmation des Mainstreams zu finden sein.
Der konventionelle Kunstbetrieb sei durch irrationales, unüberlegtes ausschließlich konformistisches Handeln geprägt, bei dem "Third Hand Emotions" als das Maßgebliche - als das Maß aller Dinge - hochstilisiert werden. D.h. nicht wahrhaftige künstlerische Qualität, einhergehend mit konzentriertem Denken mündend in konzeptionellem Handeln, ist gefragt - nein - auch unscharfe rein emotionale, stimmungsgebundene Regungen stehen im Vordergrund und führen aus der dritten Reihe heraus zum Erfolg. (Anmerkung des Authors: In Sachen Düsseldorf mag das darin begründet sein, dass die im Kulturellen aktiven Entscheider es ebenfalls an Qualität und ausreichender Ausbildung missen lassen, wie z.B. die Einrichtung eines Rat der Künste (link), der mehrheitlich mit schlecht ausgebildeten Kandidaten aus der Dritten Reihe besetzt ist - um den Mitgliedern wohl doch noch eine Ausnutzungs-Möglichkeit zu bieten, im Mainstream wahrgenommen zu werden).

Demgegenüber stellt Mike Jansen bei einigen Protagonisten im (Düsseldorfer) Kulturbereich ein Fehlen des Quellenstudiums und der Komparatistik fest - d.h. ein Fehlen der an Wahrhaftigkeit orientierten künstlerischen Qualität und eine Dominanz der stimmungsgebundenen Regungen - gerade deshalb fehle das Maß in der Beurteilung der Dinge - es fehle die Normal Null. Das derzeit wildwuchernde Unverständnis zum Einen in der Generierung und zum Anderen in der Beurteilung des Kreativen Schaffensprozesses müßte wieder auf Normal Null gebracht werden.
Nach Mike Jansen war hier in der Analyse schon Joseph Beuys der eigentliche Vorreiter. Er erwähnt seine immer wieder fruchtbare Auseinandersetzung in den 70ern/80ern mit Joseph Beuys.

Neben den geführten Gesprächen war Jansen auch im Verbund mit Beuys aktiv - es entstanden zwei gemeinsame Arbeiten, ein Multiple (Katalog Schellmann & Klüser, München) sowie die Videoarbeit "Fettecke". Ebenfalls die Videoarbeit zur Installation "Die ganze deutsche Nachkriegslyrik" - "Ausgerutscht! d.h. ausgerutschter Raum (Partitur aus "Der ganze Riemen") - mit Stüttgen (link), d.h. Fettecke in Raum 3 -  jedenfalls wurden seitdem vermehrt "Hilfssheriffs" angestellt. Das Synonym Hilfssheriff mag darauf hinweisen, dass nie nachvollziehbar war (und immer noch ist), wer und aus welchen Gründen eine Professur an der Kunstakademie erhielt. Denkbar wäre hier, dass die kuriosen Einstellungspraktiken und die fehlende Objektivität in der Leistungsbewertung Einzelner sich wohl hüftschießend in Hilfssheriff-Manier vollzogen (und/oder vollziehen).

Nach Jansen war ein Problem Beuys'ens zu der Zeit auch das Aufkommen der Grünen, die in seinem Umfeld Gedankengut auf- und abgegriffen und eine Adaption der Kernideen betrieben - diese aber nie konsequent umgesetzt - eher nur im Sinne einer Modeströmung verstanden hätten, um schließlich politisch nur dafür Modell zu stehen (link). Der Untergang Beuys'ens innerhalb der jungen Partei bahnte sich erst nach einer Phase der "grünenseitigen" Selbsbeweihräucherung und Selbstzerfleischung an - und führte Die Grünen schließlich zur Abkehr von Joseph Beuys (Rausschmiss).

Mike Jansen vertritt hier die Meinung, dass Die Grünen prakmatisch nicht mitarbeiten und bzgl. Joseph Beuys nicht mithalten konnten und es deshalb zu einer Ausschwemmung der wirklichen Protagonisten und der Urheber kam. Dieses Phänomen - die Ausschwemmung der Protagonisten und der Urheber in der Avantgarde (Düsseldorfs) - bedaure Mike Jansen zumindest weiterhin.

In diesen Zusammenhängen trat auch der mittlerweile verstorbene Fotograf Heinz Günter Mebusch auf, der sich intensiv mit dem Werk Jansens auseinandersetzte.
Zitat H.G. Mebusch zum Thema Zeichen:

Zeichen, mit denen ein Mensch seine Welt beschreibt, wenn er dies frei von Konventionen und ohne die Zeichen anderer zu imitieren tun kann, sind seine ureigenen. Sie entstehen beim Künstler eher, um sich die Konturen seiner Welt, seiner Wahrnehmung vor Augen zu führen, als sich anderen dadurch mitzuteilen.

Aber gerade deshalb ist das, was der Künstler damit zum Ausdruck bringt, für andere umso wertvoller; können sie doch den aufrichtigen - „spontanen“ - Eindruck eines Anderen am eigenen Begreifen messen und in der Synthese beider zu einem Ergebnis finden, welches das eigene Erleben ergänzt und relativiert. Ob optisch oder akustisch: Die Zeichen, die Michael Jansen in die Welt setzt, sind durchweg bestimmt von jener Unmittelbarkeit im Ausdruck, die nur ganz private Grabungen im Wesen des Menschen selbst zutage fördern können.

Seien es die Tasten eines Klaviers oder ein Stift auf Papier, bei Jansen ist es, als lege er lediglich seine Hand darauf, um die elektrische Spannung seines Wesens im jeweiligen Augenblick durch bloße Entladung zum Ausdruck zu bringen. Die Ergebnisse in Bild und Ton haben die Qualität, auch bei lang andauerndem Betrachten und Zuhören nicht durch Langeweile gefährdet zu werden, da sie der mutigen und kompromisslosen Konfrontation der Welt durch Art und Wesen des Künstlers entspringen um dem, der bereit ist, diese Zeichen zu entziffern und zu bedenken, immer wieder aufs neue Anregungen zu bieten – ganz gleich wo, wie und wann; denn das genau sind die Parameter, in denen sie entstanden sind, Resultate einer Erlebnisfülle, die ihresgleichen sucht.

Mike Jansen ist Mike Jansen.

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3rd Beitrag: Lutz Dresen - Sammlung Zero kinetischer Objekte - Interviewgespräche anläßlich Ausstellung

Filmbeitrag zur Ausstellung in der Galerie Kellermann - Grabbeplatz
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CultrD.us und die Lutz Dresen Zero Sammlung in der Galerie Kellermann und talks mit Reiner Witzel und Erich Reusch zur Kultur Düsseldorf.

Es schreibt die Galerie Kellermann - Zitat:

Die Sammlung Dresen umfasst über 170 Objekte davon ca. 50 % Unikate, 30% Multiples und 20% Grafiken (alles sehr selten zu findende Werke). Wertmäßig liegt der Anteil der Unikate bei 80%. Kern der Sammlung ist aus den sechziger und siebziger Jahren.

Wo war die Sammlung vorher? Alle Werke waren in den Wohnungen von Lutz Dresen gestellt und gehängt. Lutz Dresen hat Zeit seines Lebens mit seiner Kunst gelebt. Es handelt sich um eine Sammlung aus 60 Jahren Sammlertätigkeit, die Werke waren daher natürlich auch in unterschiedlichen Wohnungen zu finden, zuletzt im obersten Stock eines 7-stöckigen Hochhauses in Düsseldorf Lörrick.

Die Sammlung ist permanent gewachsen, das ein oder andere Werk wurde in der Zeit auch mal ausgetauscht.
Wie kommt die Sammlung in die Galerie Kellermann ? Es besteht eine Vertrauensbasis zwischen Lutz Dresen und der Galerie Kellermann. Durch die Kombination der neuen Haupträumlichkeiten am Grabbeplatz vis-a-vis des K20 und die bestehenden Räumlichkeiten in Oberkassel kann die Sammlung in ihrer Bedeutung angemessen und komplett zeigen. Viele der kinetischen Arbeiten müssen in Funktion gesehen werden und benötigen eine kompetente Beratung. So kann die Sammlung in einer Galerie wesentlich besser präsentiert werden als von einem Auktionshaus.

Helga Meister (WZ Düsseldorf), die schon in den 60er Jahren in ihrer Volontärszeit in Lutz Dresen's Werkzeug- und Bohrmaschinenladen hinter dem Tresen stand und sich "was nebenher verdiente", schrieb am 12.08.2019 einen spannenden Artikel dazu: Paukenschlag am Grabbeplatz: Der Sammler und Werkzeughändler Lutz Dresen lässt 120 Zero-Arbeiten verkaufen.

Konkret heißt es in dem Artikel von Meister zu den damals lokalen Größen Uecker, Piene, Bleckert, Mack, Richter, Yves Klein, Elsi Kyncl, Luther, Hanfland, Arman - Zitat:

Uecker und Dresen waren zeitweilig ein Herz und eine Seele. Zwei Pfadfinderseelen gleichsam. Dresen berichtet: „Wir haben umgestürzte Bäume im Grafenberger Wald mit einer großen Kettensäge zerkleinert, damit Uecker in das Holz seine Nägel schlagen konnte.“ Als der Nagelkünstler als Akademieprofessor pensioniert wurde, habe er, Dresen, der Klasse billige Tickets für einen Flug nach Madagaskar besorgt. Ueckers Frau Christine kenne er seit knapp 50 Jahren, als sie als junge Nachrichtensprecherin des WDR aus Köln angereist kam, sich flugs umzog und ihrem späteren Mann zur Hand ging.

Nun musste der Werkzeughändler überhaupt erst einmal zur damaligen Avantgarde finden. Den Weg ebnete ihm Hajo Bleckert. Dresen nahm den armen Schlucker mit nach Hause in die sturmfreie Bude und ließ ihn im Bett der Eltern schlafen. Als die viel zu früh am nächsten Tag nach Hause kamen, habe es ein Donnerwetter gegeben. Dresen erzählt: „Die Bettwäsche wurde verbrannt. Und ich bekam ein halbes Jahr Stubenarrest. Es gab ein großes Geschrei wegen Hajo.“

Bleckert seinerseits schleppte den jungen Dresen ins „Tabu“ an der Breitestraße. Dort verkehrten nicht nur schöne Damen, sondern auch Uecker, Mack, Yves Klein und der Galerist Alfred Schmela. So lernte er sie alle kennen. Mit manchen Künstlern hält er seitdem Freundschaft. An Heinz Mack schicke er noch heute Zeitungen über die Wüste, die er einst für sich erobert hatte.

Piene sei wie sie alle arm gewesen, habe in einem bescheidenen Quartier gelebt. Das hätte die Zero-Stiftung wissen müssen. Der Umbau an der Hüttenstraße, kritisiert Dresen, sei eine „Schande“. Man habe alles „kaputt-saniert“. Dem Feueratelier von Piene erlaube man nur noch zwölf Quadratmeter, dafür sitze die Stiftung in drei großen Büros.

Für ein Treffen mit Dresen braucht der Zuhörer viel Zeit, denn der Sammler sprudelt seine Erinnerungen nur so hinaus. Er verkehrte am Fürstenwall, dem ersten Stelldichein der Düsseldorfer Szene. Dort riet man ihm, ein Bild von Gerhard Richter zu kaufen. 200 DM sollte es kosten. Doch die Arbeiten von diesem Jahrhundertkünstler hätten ihm nie gefallen. So zahlte eine Elsi Kyncl die 200 DM und verkaufte das Bild später für 1000 DM. Über einen Galeristen sei es schließlich in eine Versteigerung gegangen und habe mehrere Millionen eingebracht.

Für einen Betrag zwischen vier Millionen Euro, so sagt er, sind die 120 bis 150 Arbeiten versichert, die er zum Verkauf gibt. Schon aufgebaut in der neuen Galerie ist der runde Unikat-Tisch von Adolf Luther, anno 1976. Ein frühes, strenges Nagelbild von Uecker ist auf 1967 datiert. Aus demselben Jahr stammen zwei Nagelprototypen, die über den Stahlbauer Hanfland hergestellt wurden. Noch verpackt sind frühe Werke von Arman. Man darf gespannt sein, was da noch alles aus den Verpackungsfolien zum Vorschein kommt.

Das Geld brauche der Sammler für seine gehörlose Tochter. Er selbst sei alt und lungenkrank. Damit begründet er die Verkaufsausstellung, in der er sich auf kinetische Kunst konzentriert. Er freue sich schon auf die Eröffnung.
Und die Galerie Hans Mayer von nebenan ist glücklich, dass in die lange leerstehende Ecke endlich neues Leben kommt.

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4th Beitrag: Munch - Pressekonferenz - Interviewgespräch anläßlich PK

Filmbeitrag zur PK und Interviewgespräch mit Frau Prof. Dr. Gaensheimer
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Schon zur Pressekonferenz, abgehalten in dem Saal links, gleich 8 Meter nach Eintritt in die Kunstsammlung K20 am Grabbeplatz, begann der Versuch die Welt des Edvard Munch wieder aufblühen zu lassen - schwerpunktmäßig anhand noch nicht gezeigter Werke. Diesen Versuch unternahmen Karl Ove KnausgardMargit Walso, Susanne Gaensheimer und Anette Kruszynski. Dies ist mit der Ausstellung als solche wohl gelungen - nicht unschwer bei dem was Karl Ove Knausgard als Kurator da geschaffen hat - das Werk Munchs überzeugt durch sich selbst.

Etwas kühl erschien die Vorstellung der Ausstellung innerhalb der PK - schon die mißlich konfigurierte Audioanlage und der wenig akustikfreundliche Raum machten es insbesondere Tinnitus geschädigten Berichterstattern schwer dem Geschehen zügig zu folgen. So ließen sich die Inhalte der durch die Protagonisten verbal vermittelten Information nur über die Körpersprache ableiten. Und die war eindrucksvoll. Hier konnte Karl Ove Knausgard bestechen. Unschwer war zu erkennen, dass da Einiges zwischen der Museumsdirektorin Gaensheimer - unterstützt durch die mittelschwer griesgrämig dreinschauende Frau Kuratorin Kruszynski - und dem Kurator der Ausstellung, eben dem Herrn Karl Ove Knausgard, nicht alles ausgesprochen war. Es konnte der Eindruck entstehen, dass Frau Gaensheimer und Frau Kruszynski nicht mit allem einverstanden waren, was Herr Knausgard - in einem Englisch mit betont skandinavischen Akzent und selbstsicher vorgetragener Körpersprache und geschult trainierter Gestik - da zu erzählen hatte. Es schien, dass zumindest auch das Bewacher bzw. Museumswärter-Personal gut gelaunt war.

Nun es ist bekannt, dass es sich bei Knausgard nicht um einen geschulten akademischen Kunsthistoriker handelt - mehr um einen geschickten inspirativen Selbstdarsteller - sollte man den Veröffentlichungen in den Medien trauen. Entsprechend skeptisch fielen die Blicke seitens der geschulten Kunsthistoriker Damen aus. Hier hätte schon Munchs wegen ein gewisses Maß an Gelassenheit wohl tuen können - jedenfalls auf der Seite der Damen - zumal die Kunstgeschichte als Wissenschaft nicht immer streng wissenschaftlich ausfällt - vergleichend zu arbeiten, lässt, wie bekannt, subjektiv zu nutzende Freiräume zu - so wie die Hermeneutik schon sagt - und der Wasserfall vielfältiger Interpretationsrichtungen - insofern eine Form der Merkmals-Erkennung, -Kategorisierung und -Übertragung - und des Quellenstudiums.

Wie dem auch sei - es geht  hier nicht um die Kunstgeschichte und deren Vertreter - hier geht es um Munch und Herrn Knausgard.
Glücklicherweise erklärt sich Frau Gaensheimer zu einem Intensiv-Kurz-Small-Talk bereit und erläuterte und erklärte - nachdem nachgefragt wurde - dass die Deutschen Expressionisten von Munch beeinflußt waren - so wie die Französischen auch. Dies konnte die Museumsdirektorin - zwar etwas angespannt, aber doch bemüht um Sachlichkeit - kurz und knapp, für jedermann verständlich erläutern. In ihrem Kurz-Auftritt vermittelte sie schon einen resoluten Eindruck. Dies war nicht nur auf den streng schwarzen Existentialisten Hosenanzug zurückzuführen. Nein - im Vergleich zu ihrer Vorgängerin Ackermann, die auch mal im farbigen Dirndl nach Hausfrauenart auftrat und beseelt oft von kunstgeschichtlicher Forschung sprach, vermittelte Frau Gaensheimer eher einen nüchtern, sachlich strengen Eindruck. Vielleicht wäre hier eine Kombination aus bayrischem Dirndl und Existentialisten Look angesagt - zumal sich die 1967 geborene Dame aus Bayern (München) schon als Honorarprofessorin am Kunstgeschichtlichen Institut der Universität Frankfurt am Main zu bewähren weiß - und ihren Mann steht.

Das mag ihre Leistung in Sachen Munch Ausstellung auf keinen Fall schmälern - man könnte auch annehmen, dass Frau Gaensheimer trotz der Egozentriertheit des selbsternannten Kurators eine für die Öffentlichkeit wichtige direkt erfahrbare Ausstellung und Vermittlung des Werkes von Munch gelungen ist. Und dies wohl maßgeblich auf Grund des gezeigten Noch-Nicht-Gezeigten (zumindest Selten-Gezeigten) des Munch-Werkes.

Schließlich ist das K20 - die Kunstsammlung NRW - auch weiterhin ein Raum der bürgerlichen Begegnung - eine bürgerliche Begegnungsstätte und Echoraum - und des damit einhergehenden, gemeinschaftlich geführten Kultur Diskurses – und dies jenseits rheinischer Brauhaus Kultur.

Hierzu einige Zitate ausgewählter Medien:

Annette Bosetti (rp-online):
„Der Schrei“ ist nicht unter den 140 Werken von Edvard Munch, die die Kunstsammlung NRW in einer mit Empfindsamkeit getönten Ausstellung ab morgen in Düsseldorf ausbreitet. „Das Werk ist so ikonisch, dass alle nur auf dieses Bild geschaut hätten.“ So begründet es der als Kurator agierende norwegische Schriftsteller Karl-Ove Knausgard.
Der preisgekrönte Bestsellerautor verweist auf die vielen anderen wichtigen Bilder, in denen Munch als Moderner seiner Zeit zu entdecken ist, als Bahnbrecher des Expressionismus, Symbolist und als der Künstler der vergangenen Jahrhundertwende, der sein Inneres nach außen kehrte und sich nie um Qualitätsnormen scherte.

Helga Meister (wz)
Der berühmte Dichter Karl Ove Knausgård eröffnet am Freitag mit dem norwegischen Kronprinzenpaar die Schau in der Düsseldorfer Kunstsammlung.
Über der Kunstsammlung am Grabbeplatz geht die Sonne auf. Sie stammt vom Jahrhundertmaler Edvard Munch, dessen beliebtes Motiv „Der Schrei“ vor sieben Jahren dem Auktionshaus Sotheby’s die historische Summe von 91,5 Millionen Euro bescherte. Den „Schrei“ gibt es allerdings nicht im Düsseldorfer K20. Auch alle anderen Ikonen zu Eifersucht, Pubertät, Melancholie und Krankheit bleiben in Oslo. Stattdessen sah sich Norwegens berühmtester Dichter Karl Ove Knausgård im Depot des Munch-Museums um. Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse, bei der Norwegen das Gastland ist, verleiht er zugleich der Landeshauptstadt royalen Glanz. Bei der Vernissage am Freitag weilt das Kronprinzenpaar Mette-Marit und Haakon am Grabbeplatz.
Jedermann ist willkommen zur Vernissage mit dem Prinzenpaar.

Die Zeit / dpa
Viel Farbe und Natur: Der "unbekannte" Munch in Düsseldorf
Wiesengrün, tiefes Blau und Apfelrot: Die Bilder von Edvard Munch strahlen vor Farbe. Und weil es so viele sind, hängen die Gemälde des weltberühmten norwegischen Malers (1863-1944) teils in Doppelreihen an der Wand.
Die Ausstellung (12.10.-1.3.2020) in der Kunstsammlung NRW mit rund 140 selten gezeigten Arbeiten ist zugleich ein Experiment. Die Schau über die unbekannte Seiten Munchs hat nämlich kein professioneller Kurator, sondern der norwegische Bestsellerautor Karl Ove Knausgård konzipiert - von der Bilderauswahl bis zur Hintergrundfarbe der Wände. Und so heißt die Ausstellung «Edvard Munch - gesehen von Karl Ove Knausgård». Vor zwei Jahren war sie schon erfolgreich im Munch Museum in Oslo.
"Er ist so ikonisch, dass man die Bilder nicht mehr sieht», sagte Knausgård über den Mitbegründer der modernen Malerei. Munch teilt dieses Schicksal mit anderen sehr populären Künstlern: Ihre Werke sind so bekannt und wurden so oft gezeigt, dass der Betrachter sie nur noch reduziert wahrnimmt."

K20
Mit rund 140 selten oder noch nie in Deutschland gezeigten Werken präsentiert die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen im K20 einen "unbekannten" Edvard Munch (1863–1944). Ausgewählt hat die Gemälde, Druckgrafiken und Skulpturen Karl Ove Knausgård (*1968). Der international gefeierte Schriftsteller, Norweger wie Munch, erlangte Weltruhm mit seinem sechsbändigen autobiografischen Roman, der in über dreißig Sprachen übersetzt und vielfach preisgekrönt wurde. Sein sehr persönlicher Blick eröffnet eine frische Perspektive auf den wohl bedeutendsten Künstler der skandinavischen Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts und legt dar, wie aktuell Munchs Beschäftigung mit der Einbettung des Individuum in die Gesellschaft auch heute noch ist.
Knausgård erkundete die Innenwelt des Malers und spürte den künstlerischen Überlegungen nach, die Munch beschäftigten. Dem subjektiven Zugang des Autors folgend gliedert sich die Ausstellung in vier Themenbereiche:
"Licht und Landschaft" präsentiert Küsten und Gärten, aber auch Szenen mit Menschen bei der Arbeit auf dem Feld. Es folgt "Der Wald" mit Ansichten von Bäumen und Feldern – einer Natur, die die Oberhand über das menschliche Handeln gewinnt."Chaos und Kraft" gewährt Einblick in die emotionalen und psychischen Triebkräfte der Malerei Munchs und dessen Ringen um jedes Werk. Nach der Konzentration auf das Innere bilden den Abschluss "Die Anderen" – Bildnisse von Freunden und Gefährten, an denen abzulesen ist, wie das Individuum die Kontrolle über die Wirklichkeit zurückerlangt.
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Munch Museum in Oslo. Sie findet parallel zur Frankfurter Buchmesse statt, die 2019 Norwegen als Ehrengastland in den Mittelpunkt stellt.

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